HailStorm Plugin in der Kritik

Vor knapp 2 Tagen haben wir die Webseite http://hailstorm.purpledropteam.com/ ins Netz gestellt und das HailStorm Plugin für Google Chrome vorgestellt. Dieses Chrome Plugin ermöglicht es einem Facebook-Anwender mit einem einzigen Mausklick alle eigenen Facebook-Freunde in eine Gruppe einzuladen.

Warum sollte man alle Facebook-Freunde in eine Gruppe einladen?

Nun es gibt einige Anwendungsbeispiele und Zwecke für die das HailStorm Plugin sehr nützlich sein kann. Allen voran: Werbung!

 

Beispiel 1: Affiliate-Links

Nicht wenig Facebook-Gruppen erfreuen sich größter Beliebtheit, in denen lustige bis skurrile Produkte vorgestellt werden. In den meisten werden auch einfach nur Produkt-Links von Amazon gepostet. Das Produktbild holt sich Facebook gleich selbst und bindet dieses in den Gruppen-Post mit ein. Hierbei ist der Amazon-Link mit einer Partner-ID versehen, was im Klartext bedeutet, dass ein Amazon-Partner (Affiliate) seine Partnerlinks unter das Facebook-Volk bringt.

Das ist soweit auch vollkommen in Ordnung. Der Gruppen-Admin recherchiert die geeigneten Produkte und die Gruppenmitglieder kommentieren und teilen diese weitreichend mit ihren Gruppen-Kollegen und eigenen Freunden. Den viralen Effekt muss ich hier nicht weiter ausführen. Der Gruppen-Admin hingegen freut sich über rasende Klickstatistiken und steigende Provisionszahlung die, nebenbei bemerkt, sehr pünktlich auf dem eigenen Bankkonto eingehen.

Dabei verdient der Gruppen-Admin nicht einmal unbedingt eine Provision an den beworbenen Produkten, sondern vielleicht durch einen Amazon-Einkauf eine Stunde später. Die folgende Abbildung zeigt einen Ausschnitt einer Kampagne, in der ausschließlich Konsolenspiele beworben wurden. (Mit Ausnahme der Bekleidungsartikel PaperMoon, diese wurden in 2 PlayStation-Kommentaren verwendet, im Bezug auf die Kleidung eines Game Charakters!)

Amazon-Report

Amazon-Report – Werbekostenerstattung – Cross Sales

Nutzen: Die Gruppenmitglieder erfreuen sich an den Produkten und der Admin an den Provisionen. Wer die Gruppe satt hat verlässt sie und verbietet das erneute Hinzufügen.

 

Beispiel 2: Veranstaltungstipps und Events

Eine Freundin von mir betreibt eine Kneipe und Ihre Facebook-Freunde bestehen fast ausschließlich aus Gästen. Hin und wieder müssen Facebook-Veranstaltungen angelegt werden und zu diesen werden die Gäste (manuell) eingeladen. Wer schon einmal eine Facebook-Veranstaltung angelegt hat und nur 100 Freunde dazu eingeladen hat, der weiß was ich meine. Den Mausklick-geplagten Zeigefinger bei einem Event mit 1.500 Einladungen kann man anschließend ins Eisfach stecken!

Kritiker mögen an dieser Stelle sagen, dass eine Fanpage der Location inkl. Veranstaltungskalender in diesem Fall ohnehin die bessere Wahl ist. Das ist FALSCH!

Facebook Fanseiten mögen für Firmen, Produktpräsentationen und das Marken Branding optimal sein, aber eben keine Generallösung. Selbst adaptive App-Lösungen können die eingeführte Sichtbarkeitsbeschränkung von Fanseiten-News nicht auffangen. Vielleicht auch ein Ergebnis übertriebener ‘Gefällt mir’-Kampagnen die von Fandealer.de und selbst von uns, dem PurpleDropTeam, durch das Produkt FanBomber gefördert wurden.

In diesem Fall hilft das HailStorm-Plugin, denn es werden auf einen Rutsch alle Freunde (in diesem Beispiel Gäste) in eine neue Gruppe eingeladen (z.B. Musterheimer Straßenfest – 2012). Jetzt wird das eingeladene Mitglied das erste Mal über die roten Info Icons informiert, weil hier etwas passiert ist und die Gruppe wird besucht. Anschließend kann in der Gruppe eine Veranstaltung angelegt werden, alle Mitglieder werden erneut über eine neue Veranstaltung innerhalb der Gruppe informiert und können daran teilnehmen!

Im Folgejahr benennt man die entsprechende Gruppe einfach in Musterheimer Straßenfest – 2013 um, womit alle Gruppenmitglieder abermals über diese Änderung informiert werden. Im Anschluß kann das HailStorm Plugin erneut ausgeführt werden und neu hinzugewonnene Freunde werden der Gruppe mit einem Klick hinzugefügt.

Nutzen: Mit dem HailStorm Plugin erspart man sich das umständliche Einladen jedes einzelnen Facebook-Freundes und erzeugt im Anschluss mehr Info-Ereignisse die sich werbewirksam äußern. Von den viralen Aspekten in Bezug auf die Gruppenkommunikation und Kommentare innerhalb der Gruppe mal ganz abgesehen, denn auf Veranstaltungsseiten, die seitens von Usern oder Fanseiten erstellt worden sind, wird statistisch gesehen weniger gepostet.

(Weitere Anwendungsbeispiele gerne auf Anfrage.)

 

Die Kritik

Facebook-User haben vereinzelt kritisiert das Sie mit Hilfe des HailStorm Plugins ungefragt zu Gruppen hinzugefügt worden sind. Dies entspricht nicht einer HailStorm Funktionalität, sondern ist durch Facebook von Natur aus gegeben! Es wird auch nicht damit geworben das es mit dem HailStorm Plugin möglich ist Facebook-Mitglieder ungefragt in Gruppen zu stecken!

Welchem Zweck eine Gruppe dient und ob es sinnvoll ist alle Facebook-Freunde mit einem Klick in eine Gruppe einzuladen, obliegt der Verantwortung des HailStorm Anwenders. Eine Facebook-Gruppe verliert nicht an Attraktivität, nur weil ein Facebook-Nutzer per HailStorm Plugin hinzugefügt wurde. Dieser Umstand ist dem eingeladenen Gruppenmitglied ohnehin nicht bekannt.

Es ist doch eher so, dass sich jeder Facebook-Nutzer fragen muss, von welchem Nutzer er in welche Gruppe eingeladen wurde.

Fazit: Die Kritik an dem HailStorm Plugin ist bedingt berechtigt, da sie aufzeigt das Masseneinladungen die Gruppen-Funktion bei Facebook zu einer nervigen Angelegenheit werden lassen könnte. Andererseits steht es jedem Facebook-Nutzer frei, Gruppen wieder zu verlassen und sich vor neuen Gruppeneinladungen zu schützen.

Abschließend möchte ich Herrn Knut Habel für die nette Kontaktaufnahme und die Einladung in seine Facebook-Gruppe Wie mache ich Kontakte für mein Internet-Business? danken, in der kritische Kommentare zu dem HailStorm Plugin aufgetaucht sind.

Lila Grüße
Steven Rohner

 

PS: Ich freue mich an dieser Stelle über Kommentare. Konstruktive Kritik, Verbesserungsvorschläge, kreative Ideen und Anfragen über eine Zusammenarbeit an interessanten Projekten.

 

About Steven Rohner

Software Engineer & Marketing Architect

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