Lila Geschäftsidee – Der Inkasso Trader

PDT

Neben der lila Vorstellungsrunde, die hin und wieder PDT Mitglieder vorstellt, werde ich unter dem Titel lila Geschäftsidee hin und wieder eine wirre bis kreative Geschäftsidee präsentieren. Leider fehlt mir die Zeit jede einzelne Idee in die Tat umzusetzen bzw. ein Projekt daraus zu stricken. Deswegen möchte ich meine Ideen hier öffentlich machen und am liebsten mit anderen tüchtigen Geschäftsleuten und Entwicklern diskutieren.

Die erste Geschäftsidee die ich vorstelle kam mir schon vor einigen Jahren in den Sinn. Damals habe ich erfolgreich ein Affiliate Programm für ein Kreditunternehmen beworben und in diesem Zuge auch andere Partnerprogramme aus der Finanzbranche geprüft. Dabei kam mir die Idee ein Portal im Internet zu betreiben, bei dem Gläubiger die Schulden und Kredite ihrer Schuldner und Kunden verkaufen können.

Was sich zunächst etwas verrückt und unmoralisch anhört ist gar nicht so abwegig. Schauen wir uns ein Beispiel an:

Herr Meier kauft sich bei der Firma Holzwurm einen maßgefertigten Schreibtisch für 3.000 Euro. Der Schreibtisch wird auf Rechnung geliefert und kann anschließend von Herrn Meier nicht bezahlt werden, da dieser in eine finanzielle Notlage gerät. Weil die Firma Holzwurm für Material und Arbeitszeit in Vorleistung gegangen ist und auf das Geld für den Auftrag dringend benötigt, beschließt der Geschäftsführer den Betrag von 3.000 Euro bei der Platform Inkasso Trader einzustellen.

Natürlich tritt Herr Meier in diesem Zusammenhang aus Datenschutzgründen nicht in Erscheinung. Die Firma Holzwurm gibt lediglich die Randdaten der Schuld an. Dazu gehören Informationen wie Alter der Schuld bzw. ein Kaufdatum oder Vertragsdatum, ob es sich um einen privaten oder gewerblichen Schuldner handel, ob bereits rechtliche Schritte eingeleitet wurden, ein Inkasso-Unternehmen involviert ist oder ob es sich um eine Ratenzahlung handelt.

Anschließend wird diese Schuld für den Verkauf gelistet und jedes Portalmitglied kann sich diese Schuld von 3.000 Euro kaufen bzw. ein Angebot abgeben. So kann ich als Mitglied ein Gebot von 2.500 Euro abgeben und die Firma Holzwurm entscheidet ob sie das Angebot annehmen möchte. Ist der Gläubiger mit dem Angebot einverstanden kommt es zum Geschäftsabschluss und die Schuld an die Firma Holzwurm wird an den Schuldkäufer übertragen. Dieser kann anschließend bei Herrn Meier die Schuld von 3.000 Euro einklagen, oder eine Ratenzahlung vereinbaren.

 

 

Unter dem Strich ist der Firma Holzwurm geholfen, da sie in kurzer Zeit wenigstens über einen kleinen Betrag verfügen kann und der Käufer der Schuld macht einen Gewinn von knapp 500 Euro. Selbstverständlich wird von der Platform Inkasso Trader eine Verkaufsgebühr bzw. eine Vermittlungsgebühr erhoben.

Bei einem solchen Portal bedarf es allerdings einiger Regeln und scharfen Nutzungsbedingungen, da sich dort nach kurzer Zeit viele Inkasso-Unternehmen tummeln dürften die sämtliche Schuldangebote aufkaufen um diese einzutreiben. Zudem müssen Anbieter und Angebot genau geprüft werden um keine faulen Schuldnerpakete im Angebot zu haben bzw. es dürfen keine Schuldenpakete verkauft werden, die es überhaupt nicht gibt. In einem weiteren Schritt wäre denkbar Schuldenpakete zu größeren Paketen zu bündeln und ähnlich wie an der Börse mit diesen Paket zu handeln und/oder Anteile davon zu verkaufen.

Wer Interesse hat das Konzept weiter zu spinnen möchte sich bitte bei mir melden. Ein Inkasso-Register, Finanzierungs-Tools, Schnittstellen zu Kreditanfragemodulen und Hilfe-Center für Schuldner habe ich bereits formuliert und in ein Grobkonzept geschrieben.

 

About Steven Rohner

Software Engineer & Marketing Architect

2 thoughts on “Lila Geschäftsidee – Der Inkasso Trader

  1. Volker
    2. August 2013 at 11:18

    Hallo, diese Idee gibt es leider schon , das ist nichts anderes als an der Börse mit Diviesen zu handeln (glaube ich) wenn es allerdings nicht der Fall sein sollte, dann ist es echt eine gut Idee. Und eine gute Hilfe bei Schulden der Firma Bzw. Des Gleubiger. Lg. Volker

  2. 5. August 2013 at 13:35

    Hallo Volker,

    die Idee mit Schulden, Schuldgeld und anderen negativ behafteten Wertpaketen zu handeln ist natürlich nicht neu. Meine Idee war es dieses Konzept auf das Internet zu übertragen und ein Handelsportal für Schulden zu schaffen.

    Allerdings ist das nicht ganz so einfach wie man sich das vorstellt. Geldwäschegesetze und andere Gesetze regulieren diesen Handel, wobei das von Privatperson zu Privatperson vielleicht weniger ein Thema ist.

    Ich hab dennoch begonnen eine solche Plattform zu programmieren, vielleicht startet dieses Projekt irgendwann mal als “Schuldensimulation” oder es finden sich Käufer bzw. Partner für den ‘Inkasso Trader’.

    Viele Grüße
    Steven

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