Kein Traffic mehr für Krypto-Webseiten

Bitcoin Attack

Google verbietet ab Juni 2018 AdWords-Kampagnen für Kryptowährungen. Das gilt ebenso für themenverwandte Finanzprodukte und deren Webseiten. Der Suchmaschinenriese führt eine neue Richtlinie für Finanzprodukte ein, wovon die Kryptowelt stark getroffen wird. Anzeigen für Bitcoin und AltCoins werden zukünftig nicht mehr zugelassen. Facebook hatte bereits Ende Januar 2018 bezahlte Werbung für Kryptowährungen verboten und entsprechende Facebook-Kampagnen entfernt.

Laut Google sind folgende Angebote von der AdWords-Sperre betroffen:

  • Differenzkontrakte
  • Devisenkassageschäfte
  • Financial Spread Betting
  • Binäre Optionen und ähnliche Produkte
  • Kryptowährungen und zugehörige Inhalte

Ebenso werden alle anderen HYIP-Anbieter aus den AdWords-Anzeigen verschwinden, ob nun mit Kryptowährungen oder ohne.

 

 

 

 

Warum verbietet Google Krypto-Anzeigen?

Der Grund für das Verbot von Google wird die erhebliche Zunahme von unseriösen Angeboten sein. Investment-Portale, HYIP-Anbieter und fragwürdige ICOs haben bereits in der Vergangenheit Finanzbehörden und Verbraucherschutzorganisationen auf den Plan gerufen, weil im Bereich der Kryptowährungen jegliche Regulierung fehlt und die Investmentbereitschaft der Anleger sehr hoch geworden ist. Rekordgewinne und exorbitante Kurssteigerungen haben in den letzten Monaten selbst die letzten Zweifler investieren lassen. Nicht alle Anleger sind dabei reich geworden, auch viele Krypto-Anleger haben ihr Geld verloren.

 

Starke Verbreitung durch Affiliate-Marketing und MLM

Portale für Krypto-Investments setzen bei ihren Marketingkampagnen häufig auf ein Partnerprogramm, viele davon verfügen über einen Multi-Tier-Provisionsplan. Das bedeutet jeder User kann mit Hilfe eines persönlichen Partnerlinks (Affiliate-Link, Ref-Link) neue Mitglieder für die Platform mit den Investmentprodukten werben und erhält dafür eine Vergütung. In vielen Fällen wird nicht nur eine Provision für die direkt geworbenen Mitglieder ausgeschüttet, sondern auch die indirekten, also Mitglieder die von den direkt geworbenen Mitgliedern geworben wurden.

Krypto-Investoren die sich mit SEM (Search Engine Marketing) auskennen, bewerben aktuell noch ihre Partnerlinks via Google AdWords. Portal-Betreiber selbst tun ihr Übriges, indem sie in SEM-Kampagnen für ihre Kryptowährung, ihren ICO und/oder ihr Geschäftsmodell werben.

Google kommt mit seinem Anzeigenverbot für Kryptogeschäfte und Hochrisiko-Investments in vielen Ländern den Gesetzgebern zuvor, die bis jetzt weitgehend hilflos zusahen.

 

Interessant zu diesem Thema: Angriff auf Krypto-Networker und RevShare-Partner

 

 

 

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