Nach Stichsägen-Massaker: Walter zurück im Network-Marketing

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Bin wieder da! Musste ne Weile Pause machen mit dem Tippen, weil meine Olle n neues Gewürzregal haben wollte. Ich hab das selbst gebaut, Mann wie ich bin, und dabei n Stück von meinem rechten Zeigefinger abgesägt. Das passiert, wenn die Frau mit ihrem Staubsauger um den arbeitenden Mann schlawenzelt um herumfliegende Sägespäne aufzusaugen. Bedingt ist das nachvollziehbar. In der Küche. Nicht nachvollziehbar ist es, meine Füße beim Sägen mit dem Staubsaugerkabel zu verknoten. Immerhin haben die 98% der Sägespäne, die meine Frau nicht erwischt hat, das Blut auf dem Fußboden gleich aufgesaugt und gebunden. Ich hab das mal bei der Feuerwehr gesehen. Die machen das mit Öl. Da is n Besoffener in der Ackermannstraße durch ne Telefonzelle gefahren. Kein Anschluss unter dieser Nummer.

Nach meinem Aufschrei war erstmal Schluss mit sägen und saugen. Ab in die Notaufnahme. Vorher hab ich mir noch schnell einen Tennissocken um den Finger geknotet, den ich im Flur beim Vorbeilaufen vom Wäscheständer gezupft habe. Mein Herzblatt konnte mich nicht verarzten. Kreidebleich war se und panisch aufgerissene Augen hatte sie, wie Bambi beim Metzger. Natürlich musste ich fahren, aber zum Glück hatte ich noch n Korn im Handschuhfach. Rewe und seine Lockangebote an der Kasse. Schlimm.

Im Krankenhaus angekommen war der Socken auch schon durchnässt wie’n alter Bootslumpen. Die dicke Wumme an der Empfangstheke hat mich gleich mit den Worten ‚Geradeaus, dann links klingeln!‘ durchgewunken. Musste nichts erklären, weil ich schon in der Drehtür mit meinem tropfenden Blutsocken gewinkt habe. Hätte ich den Blutsocken überm Kopf gewedelt wie meinen Schaal im Stadion, dann hätte man auch denken können ich steh in einem riesigen Menschenmixer. Später habe ich die Tür ‚Das Tor ins Totenreich‘ getauft. Die dämliche Tür dreht sich so langsam, dass man die richtigen Notfälle da nur noch im schwarzen Sack raus zerrt. Da sortiert das Krankenhaus schon mal aus, ob es sich überhaupt noch lohnt. Sind ja heute auch alle unterbesetzt.

Die Details lass ich jetzt einfach weg. Mein Gulaschfinger wurde auf jeden Fall sehr gut versorgt und inzwischen ist sogar das Gewürzregal fertig. Was ich bis heute nicht rausgefunden habe ist, wo meine Stichsäge abgeblieben ist. Meine Frau beseitigt gern Gefahrengüter im Haushalt, wie sie es immer nennt. Ähnlich ging es dem Eierkocher und einem 2,5kg schweren Tischfeuerzeug. Bei Werkzeug hört der Spaß aber auf! Bis jetzt habe ich sie noch nicht gefragt, weil ich Angst hatte mich aufzuregen. Dabei steigt der Blutdruck und mein Finger pocht, als würde er gleich platzen. Das habe ich zuletzt beim Fußballschauen gemerkt.

Meine Krankenzeit habe ich natürlich auch sinnvoll genutzt und viel gelesen. Wie ich bereits angekündigt habe, werde ich nach der Panne mit Kyäni noch mal so ein Network-Ding starten. Davon berichte ich sehr bald. Die Leute von PurpleDropTeam.com haben mich neulich nach Berlin gelockt. Bin das erste mal mit einem ICE gefahren. Hab ich mir aufregender vorgestellt… zum Glück hatte ich mein neues iPad und grobe Leberwurst dabei.

Damit meine Leser sich schon mal ein wenig freuen können, gebe ich euch noch ein paar Tipps mit auf den Weg. Vielleicht kommt ja der eine oder andere drauf um welches Thema es sich handelt könnte:

  • kein Saftladenzeug und absolut nichts zu trinen
  • keine Schminke und kein Gemüse von Aloha Vera
  • keine Kerzen und auch sonst kein romantischer Überfluss
  • kein Bitcoin oder sonst ein neumodischer Quatsch

 

Wer mir einen Kommentar hinterlässt, bekommt bestimmt eine Antwort!

Euer,
Walter

One thought on “Nach Stichsägen-Massaker: Walter zurück im Network-Marketing

  1. Winne
    6. Februar 2018 at 09:10

    Walter deine Kolumne ist megageil!

    Ich habe deine Kyäniberichte schon verschlungen!

    Grüße aus Köln!
    Winne

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