BaFin untersagt Geschäfte mit OneCoins in Deutschland

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Nachdem die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zuletzt gegen die International Marketing Services GmbH aus Greven, vorgegangen war, die ca. 360 Millionen Euro von interessierten OneCoin-Partnern als Transferleistung entgegen genommen hatte, geht sie nun direkt gegen die Betreiber von OneCoin vor.

Am 27.04.2017 hat die BaFin den Firmen Onecoin Ltd (Dubai) und OneLife Network Ltd (Belize) untersagt ein öffentlich zugängliches System anzubieten, mit dem es möglich ist Geschäfte mit OneCoins durchzuführen. Außerdem wurden die OneCoin-Unternehmen aufgefordert jegliche Werbung für den Vertrieb und Verkauf von OneCoins einzustellen. Die BaFin stützt sich dabei auf § 1 Absatz 1a Satz 2 Nr. 4 des Kreditwesengesetz (KWG) und bezeichnet das Geschäft mit den OneCoins als Eigenhandel. Die erforderliche Erlaubnis, die für diese Finanzdienstleistung nach § 32 Absatz 1 KWG für den Betrieb in Deutschland erforderlich ist, haben die Betreiber von OneCoin nicht.

Zudem wurde der One Network Services Ltd (Sofia/Bulgarien) jede unterstützende Tätigkeit untersagt.

 

Macht man sich als OneCoin-Partner strafbar?

Die Aussage der BaFin beinhaltet ausschließlich die Untersagung für den Vertrieb und Verkauf von OneCoins. Genau genommen verkaufen OneCoin-Partner aber keine OneCoins, sondern OneCoin-Schulungspakete inkl. kostenloser OneCoin-Tokens der OneAcademy E-Learning-Suite. Mit Hilfe der erhaltenen Tokens ist es erst möglich die vermeintliche Kryptowährung OneCoin zu schürfen. Der Umstand fehlender OneCoin-Akzeptanzstellen dürfte den Vorwurf des Eigenhandels stark untermauern.

Auch wenn man sich als OneCoin-Partner nicht direkt am Vertrieb und Verkauf von OneCoins beteiligt, bleibt ein ungutes Gefühl bei dem Geschäft mit der digitalen Währung. Anders hingegen sieht es schon wieder aus, wenn man versucht seinen OneCoin-Account zu verkaufen. Bei Ebay und anderer Orts tauchen immer wieder Angebote auf, in denen einzelne OneCoins oder komplette OneCoin-Accounts angeboten werden.

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Verständlich das sich viele OneCoin-Partner nach den vergangenen Meldungen von ihren Accounts trennen wollen und nach Möglichkeit ihr eingesetztes Geld über Verkäufe wieder reinholen wollen, aber nach der obigen Meldung der BaFin sollten Vertriebspartner unbedingt davon absehen ihre OneCoins öffentlich zum Verkauf anzubieten.

 

Wo kann man OneCoins tauschen oder ausgeben?

Aktuell arbeiten die Betreiber von OneCoin an diversen Shop-Anbindungen für den Online- und Offline-Handel. Sobald wir neue Informationen zu OneCoin-Shops oder gar OneCoin-Tauschbörsen haben, informieren wir darüber im Blog und per Newsletter.

 

   

 

About Steven Rohner

Software Engineer & Marketing Architect

2 thoughts on “BaFin untersagt Geschäfte mit OneCoins in Deutschland

  1. 3. Mai 2017 at 18:27

    Nachdem die BaFin das OneCoin-Verbot für Deutschland ausgesprochen hatte, sind wieder die Rechtsverdreher der einschlägig vorbestraften, selbsternannten „Cryptoqueen“ Ruja Ignatova (Gibraltar, Sofia, HongKong, Belize, Dubai), aktiv geworden und mahnen Hinz und Kunz und jedermann ab, der es wagt, an dem ShitCoin und deren Betreibern Kritik zu üben. Und da sich Blogger und Forenbetreiber keine „Goldene Nase“ mit dem Betrugs-Coin verdienen, haben sie jetzt – unverhofft – einen publizistischen Mitstreiter gefunden, der dabei hilft, den OneShit-Sumpf auszutrocknen:

    http://snip.ly/ek51j

    Die widmen sich nicht nur den zahlreichen, kriminellen – und oft schon vorbestraften – Leadern, sondern auch jenen Rechtsverdrehern der Anwaltszunft, die jede üble Geldquelle anzapfen, da Geld ja bekanntlich nicht stinkt.

    Die regelmäßig gehirngewaschenen ShitCoiner hoffen jetzt natürlich, daß die einschlägig vorbestrafte Cryptohexe aus Bulgarien am 07. Mai 2017 in Macau (Macao) tatsächlich beweist, daß sie über eine funktionierende Blockchain verfügt oder ob ihre Blockchain einfach ein billiges SQL-Manuskript ist, wie schon mehrfach auf http://snip.ly/8utd9 bewiesen und belegt. Aber auch dort sind die Abmahnschweine vorstellig geworden und haben mit der – kostenpflichtigen – Abmahnkeule gedroht, so daß auch diese 12seitige Sezierung der NICHT existenten OneCoin-Blockchain zur Zeit für Besucher nicht lesbar ist.

    Mein Fazit: OneCoin ist keine KW (KryptoWährung), sondern eine KV (Kriminelle Vereinigung)!

    PS: Ich erkläre mich ausdrücklich damit einverstanden, daß der Betreiber dieses Blogs meine IP irgendwelchen Behörden oder Rechtsverdrehern zur Kenntnis gibt! Ich warte förmlich darauf, daß das ShitCoin-Business endlich mal vor einem ordentlichen Gericht in seine betrügerischen Einzelteile zerlegt wird!

    1. 4. Mai 2017 at 10:47

      Hallo Franz,

      dein Kommentar liest sich in seiner grenzwertigen Formulierung eher wie eine persönliche Abrechnung und klingt weniger nach knallharten Fakten. Ähnlich empfinde ich dein verlinktes MLM Sensationsblatt, welches mich stark an die Bild-Zeitung erinnert. Zumal dort viele Informationen gar nicht nachvollziehbar sind und für den interessierten Leser faktisch nicht zu überprüfen sind. Allerdings muss ich gestehen, dass es Spaß macht dort durch die Artikel zu surfen und sogar etwas Aufregendes hat. Ich habe mich wohl von der Krimiromantik und den Schlagzeilen dunkler MLM-Machenschaften fesseln lassen. 😀

      Wie ist es bei dir?

      Außerdem würde mich interessieren wie erfolgreich du mit dem OneCoin-Geschäft warst bzw. ob du überhaupt OneCoin-Partner bist.

      Viele Grüße,
      Steven

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