Lila Kolumne – Kyäni Wohlfahrt

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Heute morgen hab ich meinen Postboten zwecks Kyäni vollgesabbelt. Nachbar meinte in seinem Kyäni-Team kommt das super an, weil die im Moment so ein Aktionsplan durcharbeiten. ‚Is klar!‘ dachte ich mir so und ließ in epischem Ausmaß meinen imaginären Mittelfinger empor steigen, aber dass war auch heute morgen um kurz nach 8 unten vor der Tür. Ich finde um die Uhrzeit darf man ein wenig den Ekel-Alfred raushängen lassen, besonders wenn man von der Alten genötigt wird Brötchen zu holen.

Aktionsplan… das ich nicht lache!

-> BÄMM! -> Nachbar bewusstlos! -> Aktionsplan Ende!

Na auf jeden Fall rannte mein Nachbar gestern mit seiner neuen Schnitte durch die Stadt und hat Kyäni-Quetschtütchen verschenkt. Reicht ihm wohl nicht, dass er mir hin und wieder mit nem Karton aushelfen muss… und das alles macht er, weil ihm das eine Webseite sagt. Manchmal hab ich den Typ echt lieb.

Ende vom Lied: Er hatte gestern wohl n super Tag mit seiner neuen Liebschaft und hat auch noch 2 neue Kyäni-Partner eingeschrieben. Freut mich für ihn. Im Ernst. Die Sau.

Weiter meinte er, dass ich das auch mal probieren soll. Ich soll nett sein zu den Leuten und meine Kyäni-Tütchen verschenken. Nun ich wusste ja das mein Nachbar n Dachschaden hat, aber dass ihm der komplette Dachstuhl abhanden gekommen ist war selbst mir neu. ICH SOLL WAS?

Noch nicht mal n Kaffee gehabt, die Zahnbürste noch im Maul während ich den Einkaufsbeutel mit den Worten ‚Schrippen holn!‘ ins Gesicht bekomme und jetzt soll ich mein Kyäni-Saft verschenken. Was is los mit der Welt? Tatsächlich lässt es mich aber zweifeln, in Anbetracht seiner beiden neuen Partner. Wenn ich n Tütchen gegen n neuen Kyäni-Partner tauschen kann, dann könn wa nochmal über die Angelegenheit brüten.

‚Noch eine Kreuzung… dann hab ich den Spinner erstmal los!‘ dachte ich mir. Seitdem er weiß das ich morgens immer zu Fuß geh hat Nachbar seine Jogging-Route umgebaut. Maaan…

Wieder Zuhause angekommen hab ich mir gedacht ich versuch das mit dem Verschenken vielleicht doch mal. Ist sozusagen eine Investition in mein Geschäft. Zur Not hämmer ich an Nachbars Tür und hol mir meinen Tütcheneinsatz zurück… schon nur allein für die Blöde Idee mich zu dieser Kyäni-Wohlfahrt überreden zu wollen.

Gedacht, nicht drüber gesprochen und beim Postmann dann in die Tat umgesetzt. Genau genommen war es n DHL-Fatzke, weil die Holde Amazon für sich entdeckt hat. Da bekommste ja echt jeden Quatsch, aber das ist ein anderes Thema. Nu denn… der DHL’ler klingelt und ich lass ihn das Paket, schlau wie ich bin, nach oben tragen. Von wegen Service-Wüste Deutschland… alles Erziehung sag ich immer!

Tat mir schon fast ein wenig leid der dürre Postler… und bei der Panda-Visage hätte ich ihm am liebsten ne Sonnenbrille geschenkt, statt ner Kyäni-Tüte. Augenringe sind das nicht mehr! War wär sogar Alice Cooper neidisch geworden. Ehrlich… ich kam mir total bescheuert vor. Da steht jetzt so ein röchelnder DHL-Sklave vor mir, der aussieht als hätte er 8 Tage durchgefeiert. Allerdings nicht mit seinen Freunden, sondern nem Dämonentrupp mit miesen Schminktipps und ner Kiste voll Drogen. Was hab ich meinen Nachbar dafür gehasst und was muss der DHL-Knabe mich gehasst haben, dass er dieses scheiß Paket hoch schleppen musste. Das Paket war so groß, ich hätte den Postjunge ja locker drin verstecken können.

Zurück zum Thema: Nachdem ich den Empfang mit meinem üblichen Smilie auf diesem Touch-Ding bestätigt habe, hab ich ihm flott das Tütchen unter die Nase gehalten. ‚Für dich!‘

War schon gar warm von inne Hand hin und her quetschen… nach meinem Name hat er trotzdem gefragt. Machen se immer, wenn sie das Smilie auf dem Display sehen. Manche wolln dann nochmal n Otto von mir. Lustig finden se das nie… bis auf den einen Typen vorletztes Jahr, kurz vor Weihnachten. Der fing aber schon an zu grinsen als ich laut mitgesprochen hab: ‚Das-ist-das-Haus-vom-Ni-ko-laus!‘

Und heute? Nicht mal die Drogenabhängigen bei DHL verstehen Spaß!

Hingegen muss der Typ gedacht haben das ich voller Humor dahin wandere, nachdem er das Kyäni-Tütchen in Empfang genommen hat. Der fing glatt an zu grinsen. Dieses gefährliche Grinsen. Man weiß nicht ob das freundlich und nett gemeint ist, oder ob man gerade Spott und Hohn erntet. Dem Typen hätte in jedem Fall ne Schelle gut getan. Nur mal so zum wach werden…

Nu gut… er hat sich wortlos bedankt und mit dem Tütchen beim Treppenabgang über die Schulter gewunken.

‚Was für eine Scheißaktion!‘ dachte ich mir. Dafür muss Nachbar bluten… gut das heute Freitag ist! In 2 Stunden werd ich mir das erste Bierchen in der Sonne gönnen und bis der Knallkopp von der Arbeit kommt bin ich richtig in Stimmung.

Was in dem Paket von Amazon war wollt ihr gar nicht wissen! Das würde ich am liebsten gleich via Schnaps verarbeiten, aber das Frühstück is noch nichtmal ganz durchn Darm und wir wolln es ma nich übertreiben.

Fazit: Meinem Nachbar scheint seine neue Tusse nich gut zu tun. Vielleicht liegt es auch an diesem beknackten Kyäni-Aktionsplan von dem er gefaselt hat. Fakt ist: Ich bin ein Tütchen Kyäni ärmer und er hat 2 neue Partner. Wäre ich in der 4. Klasse würde ich ihn verhaun.

Bis später… wenn ich noch im Stande bin, werde ich mich heute Nacht noch einmal zu Wort melden. Ansonsten wünsch ich allen, außer meinem Nachbar, ein schönes, sonniges Wochenende!

 

Euer Walter

 

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