Lila Kolumne – Kyäni Erfahrung

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Heute wurde ich daran erinnert warum ich mit diesem Blogkäse angefangen habe. Nein nicht nur weil ich mal Ruhe vor der Ollen will… Es gibt ja alte Leutchen, die müssen Tagebuch schreiben zu allerlei Körperfunktionstrallala inkl. einer facettenreichen Beschreibung ihres Stuhlgangs, damit sie das dem Onkel Doktor vorlegen können. Manchmal müssen se auch ihr Gewicht protokollieren und die harten Fälle haben in ihrem Körperkackbuch auch noch in der ersten Zeile Platz für ihren Name und ein Datum.

Das mit dem Datum leuchtet noch ein, schließlich will der weiße Kittel mit der Stirnlampe wissen wann, wie und was entfleuchte. Sprich das Datum ändert sich täglich – logisch. Täglich den Namen eintragen zu müssen lässt nur einen Schluss zu, nämlich zu prüfen wie weit die Demenz fortgeschritten ist oder die 13 Schriftführer auseinander zu halten, die sich in der Seniorenresidenz ein Kackheftchen teilen.

Ich schweife ab…

Nun mein Ziel war es meine körperliche Verfassung bzw. positive wie negative Veränderungen zu dokumentieren. Es geht mir aktuell tatsächlich besser. Allerdings weiß ich nicht ob das an Kyäni liegt. Ich denke die Purpursuppe ist nur ein kleiner Teil davon. Kyäni hat immerhin Brücken geschlagen. Ich habe meinen Nachbar viel besser kennengelernt! Nun weiß ich dank Kyäni das ich mich nicht in ihm getäuscht habe, mehr noch… er hat einen noch größeren Dachschaden als vermutet, aber er is n netter Schussel.

Auch war ich auf merkwürdigen Kyäni-Veranstaltungen mit scharfen Ü50 Mietzen, auf die ich mich sonst nie verlaufen hätte. Was hab ich gelacht! Selbst mit meinen Jungs hatte ich mindestens 4 lustige Abende in der Trinkhalle und bei mir im Keller, weil wir Kyäni mit verschiedenen Spirituosen zusammengekippt haben. Könnten auch 5 gewesen sein…

All das hat zwar den Haussegen nicht geradegebogen, aber meine Dicke konnte ma wieder ein wenig Kreativität zeigen und die Tiefkühlattacke hatte schon Marke! Son Frauchen muss man ja auch ab und wann ein wenig fördern zwecks der geistigen Fitness. Wollen ja nicht das sie in 20 Jahren ins Grübeln kommt, wenn sie morgens auf der Schüssel sitzt und Tagebuch führt.

Inzwischen sind wa hier auch sehr entspannt um das Thema Kyäni, verdienen schon ein wenig Geld damit weil dieser fette Rall von gegenüber denkt er nimmt damit ab. Mir solls recht sein. Mein Nachbar überlegt schon was er ihm verkauft wenn das mit Kyäni nicht klappt. Meine Idee mit dem 8 wöchigen Kellerarrest hat der Jungspund mit irgend ner Kauerei von wegen ‚Freiheitsberaubung‘ abgewunken. Die meisten Menschen wollen scheinbar nicht das man ihnen hilft.

Ich schweife schon wieder ab…

Kurzum: Mein Nachbar hat den unter mir registriert und der dicke Rall kennt scheinbar noch andere dicke Menschen. Die wollen allerdings nicht reich werden, sondern arbeiten auch bei der Sparkasse und finden Kyäni toll weil es ihre Bankkonten dick machen kann. Die treffen sich angeblich auch regelmäßig deswegen… eigentlich wie ich mit meinen Jungs. Nur sehen wir in unseren Jogging-Stramplern besser aus und gehen besoffen nach Hause.

Also Kyäni is kein Zaubermittel und es sorgt auch nicht dafür das man rosa Elefanten im Vorgarten ‚Der Junge mit der Mundharmonika‘ singen hört, aber es ist lecker und wenns die Alte mal wieder einfriert isses lecker Eis für die Enkelin. Man kann es sogar in widerlichen Naturbio-Joghurt patschen. Teuer isses! Das stimmt! …aber das ist mein Lieblings-Whiskey auch. Genau genommen ist der viel teurer, deswegen bin ich froh das meine Dicke nur von Kyäni weiß. Hört mir auf ey… ich könnt mich erschießen wenn die wüsste was in der verschmierten, roten Kiste im Keller is! Der Aufkleber ‚Autopolitur‘ rollt sich schon langsam ab, aber umsonst hab ich den da nich druff jepappt!

Naja nu… und mit Kyäni bekomm ich ja auch noch Pinke. Würd mir mein Whiskey-Mann Ecke Friedrich Geld fürs Weiterempfehlen geben, dann wär ich n gemachter… hm… Alkoholiker. Hand aufs Herz… klar würde ich tauschen.

5 Pils und ein deftiges Abendessen. Ich werd mal den Donnerbalken aufsuchen und in Bette verschwinden. Den Tagebucheintrag spar ich mir, so alt bin ich noch nicht. Auch wenn ich manchmal mit den Jungs meinen Namen vergesse.

Meine Kyäni-Erfahrung hat also gezeigt: Neue Leute kennengelernt, viel Spaß gehabt, die Sparkasse infiltriert, Enkelin glücklich gemacht mit gesundem Eis, vorzügliche Eheschwankungen provoziert und nun kommt noch ein wenig Pinke rein.

Wer mehr wissen will, darf mich gern anschreiben und auf einen Whiskey vorbeikommen. Kyäni is gerade alle, kommt aber wieder rein. Zur könn wa auch mein Nachbar überfallen.

So… jetzt is dringend.

Euer Walter

 

About Steven Rohner

Software Engineer & Marketing Architect

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