Lila Kolumne – Kyäni Veranstaltung

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Ich weiß, ich weiß… ich hab mir ganz schön Zeit gelassen mit meiner Berichterstattung über den angekündigten Party-Besuch bei diesem Kyäni-Dingsens… Infoabend!

Nun ich machs kurz: Die Veranstaltung war langweilig wie en Pärchen Wiener ohne Senf. Kalte Wiener. Geplatzt.

Mein Nachbar hat mir zwar kein Knallerbsenregen oder Konfettikanonen versprochen, aber das Publikum war drauf als hätte einer den Löffel abgegeben. Fehlte nur noch der Orgelmann. Dem glatzköpfigen Kyäni-Guru hat einfach ein wenig Pfeffer im Arsch gefehlt. Da is spannender meiner Ollen beim Kochen zuzuschauen.

Das Gesabbel um das Produkt war ziemlich nervend. Ich wusste gar nicht das man soviel über Saft reden kann. Ich fürchte wenn mein Getränkeheini mich ne knappe Stunde vollzuckern würde, wie toll doch der Karottensaft ist den ich in der Hand halte, und ich liebe Karottensaft, dann würde einer von uns beiden den Getränkeladen nie wieder von innen sehen und die Karottenflasche würde definitiv etwas von innen sehen.

Wenigstens gab es eine Kyäni-Saftbar. Die olle Tulpe, die in ihrer Klamotte aussah als würde sie bei der Berliner Flugbegleitung arbeiten, machte die Schnapsgläschen in Rekordgeschwindigkeit voll. Hut ab! Die hat auch schon auf anderen Veranstaltungen ausgeschenkt dachte ich mir gab ihr meine 4 Gläschen zwinkernd zurück.

Häppchen gab es keine, aber ich hatte noch ein halbes Brötchen von der Tanke in der Jacke… also kein Beinbruch.

In der zweiten Halbzeit ging es dann schon etwas knackiger zur Sache. Die Kyäni-Glatze hatte Sendepause ließ sich von Frau Beimer aus der ersten Reihe erklären was er das nächste Mal besser machen kann. Na die sah eben so aus wie die Mutter aller Mütter aus der Lindenstraße und herzlich direkt war se auch.

Der zweite Sprecher hatte echt was aufm Kasten und hat die Geschichte mit dem Geld verdienen erklärt. Machte total Sinn was der da erzählt hat und ich hab das besser verstanden, als dieses Durcheinander von meinem Nachbarn. Wenn mich jetzt aber jemand danach fragt, wiederholen könnt ich das nicht. Is eben ne gute Sache… wie die Unfallversicherung von Otto. Ständig hat der was und dann is gut wenn man ne Versicherung hat.

Mein Kyäni-Nachbar fragte mich dann nach dem ganzen Zirkus was ich davon halte und ob ich mir das vorstellen könnte. Klar sagte ich… is ja immer noch lecker!

Eigentlich wollte er wissen ob ich mich genauso bescheuert wie er anziehe und den Menschen fortan Saft verkaufen will. Vor meinem inneren Auge hab ich schon die Scheidungspapiere vom Himmel flattern sehen. Weiß nur noch nicht ob ich das gut oder schlecht finden soll. Wenn ich mit Kyäni reich werde, dann kann ich mir auch jeden Tag ne Pizza bestellen oder mit den Jungs bei Heiner essen gehen. Da fällt mir ein ich hab den Pizza-Karton gar nicht weggeräumt.

Wie es aussieht werde ich jetzt also Kyäni-Partner. Allerdings hab ich Flitzpiepe gesagt das er dafür 3 Extra-Kartons locker machen muss, damit ich das den alten Säcken auf der nächsten Vereinssitzung unterjubeln kann. Die werden ja schließlich nicht älter und immer nur Bier trinken geht ja auch nicht. Da wirste ja ganz bunt in den Nieren. Die Frauen werden es mir danken. Naja, die meisten. Ich muss nur die Jungs aus der Trinkhalle raus lassen, sonst hab ich gar keinen Rückzugspunkt mehr. Falls da mal was mit Kyäni-Aktien passiert oder so… kommt ja ständig in der Glotze.

Wenn ich jetzt auch noch so ein Tablett-Computer von Kyäni bekomme, dann werd ich noch richtig modern auf meine alten Tage. Obwohl, bin ich ja eh schon mit dem Blog-Zeuch hier.

Fazit: Wer also mit dem Internet umgehen kann und Informationen zu Kyäni selber zusammen suchen kann, der braucht diese Veranstaltungen nicht. Es sei denn er steht auf faltige Flugbegleiterinnen und Saftpräsentationen.

Fast hätte ich es vergessen… ich hatte ja angekündigt meine Frau von Kyäni zu überzeugen. Sagen wir mal so… es ist mir fast gelungen. Mein Drache fährt total auf Joghurt hab. Sorte Naturavollpfui. Knallt sie mir morgens hin und wieder liebevoll auf den Tisch wenn ich mein Schinkentoast mit Spiegel-Ei esse. Leute… ich hab es versucht! Ohne n Löffel Marmelade bekommt man das Zeug nicht runter. Ich versteh gar nicht wie man das abpacken kann, geschweige denn wie man es kaufen kann. Wobei Naturjoghurt ehrlich gestanden die kleinste Ungereimtheit an meiner Frau ist.

Im ernst: Wenn mich Nachbar mal fragen sollte ‚Ey Walter, ich hab da eine kennengelernt… und naja… die isst Naturjoghurt. Meinste ich soll die Finger weg lassen?‘ würde ich bedenkenlos mein Ja-Wort geben, wenn sonst alles dufte is im Oberstübchen.

Lange Rede, ich komm zum Sinn: Ich hab in das Schlabberzeug in Tütchen Kyäni reingedrückt und Frauchen probieren lassen und siehe da, ein sekundenhafter wunderschöner Augenschlag wie vor 20 Jahren… n anderer Körper, aber das tut jetzt nicht zur Sache.

2. Fazit: Mit Kyäni kann Mann ohne Probleme widerwärtige Bio-Land-Siegel-Produkte reparieren.

Euer Walter

 

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