Lila Kolumne – Kyäni Sunrise am Stück

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Heute war anstrengend. Eigentlich wollte ich gestern Nacht noch den aktuellen Stand, bzgl. der Krise wegen des Kyäni-Massakers in der Küche, tippen. Ich hab allerdings keine Ahnung wann und wie ich Nachhause gekommen bin. Hab es mit Otto und Reiner in der Trinkhalle übertrieben.

Als ich heute morgen um 15:10 Uhr aufgewacht bin brummte mein Schädel als würde darin jemand Kontrabass spielen. Vielleicht ein Gorilla. Ein sterbender Gorilla. Mit Schmerzen.

Nachdem ich mich aufgerichtet hab wurde es nicht besser, aber ich kapierte das der sterbende Gorilla mit dem Kontrabass ein Stockwerk tiefer krepierte. Da wohnt so ein Rockertyp mit seiner Rockerfreundin. So wie die aussehen kommen die frisch aus dem Knast. Auf jeden Fall spielt ihre Musikanlage im Moment den sterbenden Gorilla mit dem Kontrabass. Nichts was man in einem Werbespot für Diätfett-Töpfchen hören würde. Die Streichzarten. Mein Körper schreit nach Fett… immer diese Sauferei mit den Jungs.

Als ich mich vom Sofa erhoben habe, scheinbar war ich nicht besoffen genug um das Verschwinden meiner Kyäni-Tütchen zu verzeihen und ins Bett zu kriechen, wankte ich hungrig und hoffnungsvoll in die Küche. Nun ja… wie es den Anschein hatte, hat Frauchen den Kyäni-Tatort selber gereinigt. Will ich mich mal nicht beschweren das es scheinbar kein Mittagessen gibt.

Zuallererst braucht man nach so einem Suff etwas gegen den Brand! 1,5 Liter PET-Flaschen-Blubberwasser + einen halben Liter Apfelsaft. Das ist so mein liebster Brandkiller. Wie schön das kein Apfelsaft mehr da war… ‚und wo ist eigentlich schon wieder meine Frau?‘ denke ich mir.

Nachdem keine Töpfe auf dem Herd standen, im Backofen drei leere Auflaufformen gestapelt waren und das halbe Brot steinhart war, musste ich wohl selbst ein Gericht zubereitet. Fischstäbchen müssten noch da sein! Die Gelegenheit bietet sich an sie nach meinen fettigen Vorlieben in der Pfanne zuzubereiten.

Bei dem Knastpärchen unter mir stirbt nach dem Gorilla nun scheinbar ein ganzer Dschungel. In allen Höhen und Tiefen. Mal schnell, mal langsam. Untermalt von einem Kettensägen-Quartett. Das zweite mal das ich meine Frau heute vermisse. Kein Mittagessen und niemand da, der bei den Kriminellen da unten gegen die Tür bollert. Ob die unten Butter haben?

Ich habe den Gedanken noch nicht einmal zu Ende gedacht, da knallen mir rund 10 Kyäni-Tütchen auf die Füße. Fassungslos und zugleich unfähig meine Wiedersehensfreude zum Ausdruck zu bringen, weil Reiners Kräuterlikör mich scheinbar noch im Griff hat, betrachte ich eine handvoll tiefgefrohrene Kyäni-Tütchen auf dem Fußboden. Vorbei an einer aufgerollten Fischstäbchenpackung, um die ein Gummiband gewickelt ist. Das ist zuviel für mich.

Scheinbar dachte meine Frau das Tiefkühlfach sei ein geeignetes Versteck und zugleich bestrafe sie mich mit dem unpraktischen Aggregatzustand des Kyäni-Saftes. Denkste Puppe! Knallbonbon!

Zu kochen hatte ich nu keine Lust mehr… und verdammte Axt, ich weiß sowieso nicht warum man 3(!) Fischriegel einfriert?! Da ist der Frostfrust schon vorprogrammiert.

In filigraner Präzisionsarbeit habe ich mit einem Messer die Kyäni-Eiswürfel von ihrer Tütchenhülle getrennt. Meine persönliche Rache. Das Messer hat sich mein Herzblatt in so einer TV-Shopping-Sendung gekauft. Diese Sendungen wo sie einen permanent anschreien, bis man unter Bluthochdruck erschöpft aufgibt und bestellt. Als Frau vom Einkaufen wiederkommt (stimmt, da war was…) sitze ich zufrieden im Sessel und trinke mein Blubberwasser mit einem Spritzer Zitrone, in dem 5 Kyäni-Eiswürfel schaukeln die eigentlich eher aussehen wie kleine Kyäni-Fläschchen. Das eisige Klackern der Kyäni-Frostsplitter beruhigt mich.

Sie ist immer noch sauer. Ich werde ihr wohl nichts von der bestellten Pizza erzählen.

Morgen ist diese Infoveranstaltung von Kyäni. Dort werde ich mir noch zwei, drei Kartons Kyäni Sunrise organisieren… meine Frau hat mich heute auf eine Idee gebracht, die sie nicht bereuen wird!

Euer Walter

 

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