Kyäni kündigt seine Vertriebspartner

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Nachdem die Rechtsabteilung von Kyäni Inc. bereits im Mai 2016 angedroht hatte, den Vertriebspartnervertrag zu kündigen, wurde nun die Kündigung ausgesprochen. Dies hat die sofortige Sperrung des Back Office zur Folge, ein Login als Kyäni-Vertriebspartner ist nicht mehr möglich. Ebenfalls die Partnerlinks sind deaktiviert worden.

Hintergrund dieser scharfen Maßnahme sind bestimmte Inhalte des PDT Blog, die ironischerweise zugunsten von Kyäni formuliert sind, sowie das damalige Angebot der Webseite MLM Heaven. Kyäni hatte uns bereits im Sommer 2016 per Email darauf hingewiesen, dass keine Partner geduldet werden, die sich nicht ausschließlich dem Kyäni-Geschäft widmen. Networker die neben ihrer Kyäni-Tätigkeit noch einen Vertriebspartnervertrag bei einem anderen Network-Unternehmen unterzeichnet haben, werden von Kyäni abgemahnt. Dies gilt besonders dann, wenn das Kyäni-Geschäft gemeinsam mit anderen MLM-Angeboten auf einer Webseite beworben wird. Offensichtlich spielt es dabei keine Rolle, ob sich sich um einen Blog mit MLM-Nachrichten, eine persönliche Webseite oder eine Landing Page für die Kyäni Lead Generierung handelt.

Ungeachtet der Tatsache, dass jeder neue Vertriebspartner seinen persönlichen Kontakten die Geschäftsmöglichkeit von Kyäni vorstellt und die Kyäni-Produkte in seinem privaten und geschäftlichen Umfeld bewirbt, erhebt Kyäni den alleinigen Anspruch auf alle generierten Kontakte und Vertriebspartnerdaten. Diese Einstellung unterstreicht die Angst des Unternehmens, Vertriebspartner an andere Network-Unternehmen zu verlieren. In diesem Zusammenhang stellen sich zwei Fragen:

Muss ein Unternehmen wie Kyäni tatsächlich darum bangen seine Vertriebspartner zu verlieren? Ein starkes MLM-Unternehmen, welches von seinen hochwertigen Produkten überzeugt ist und eine lukrative Geschäftsmöglichkeit anbieten, muss keine Angst um seine Mitarbeiter und Partner haben. Auf der anderen Seite lässt sich ein Abwandern von Vertriebsmitarbeitern nicht mit Hilfe von Abmahnungen verhindern. Man kann davon ausgehen das überaus erfolgreiche Kyäni-Partner nicht so schnell abgemahnt werden, denn es ist nur schwer vorstellbar das Kyäni erfolgreiche Team Leader verärgern möchte und nicht das Abwandern ganzer Kyäni-Teams provozieren wird.

Fast jedes Unternehmen ist irgendwie einem Konkurrenzkampf ausgesetzt und muss sich mit seinen Mitbewerben messen bzw. wird von Dritten für einen Vergleich herangezogen. In Zeiten des Internets, Vergleichsportalen und sozialen Netzwerken, die uns die Möglichkeit geben unsere gemachten Erfahrungen zu teilen und zu diskutieren, mehr denn je. Kyäni hat vor einigen Jahren mit Kyäni Kynect und Marketingtools neue Standards gesetzt und die Vertriebsarbeit für Networker auf ein neues Niveau gehoben. Warum geht ein modernes Network-Marketing-Unternehmen wie Kyäni nicht konstruktiv in die Marktoffensive um seine Vorteile gegenüber der Konkurrenz zu unterstreichen?

Die meisten Networker von heute sind nicht mehr so einfarbig und nicht bereit sich kompromisslos einem einzigen Unternehmen zu versprechen. Es spricht nichts dagegen Empfehlungsgeber für unterschiedliche Angebote zu sein, oder Vertriebsstrukturen in verschiedenen Unternehmen aufzubauen. Das Internet, mit seinen Möglichkeiten Online-Marketing- und Vertriebsprozesse zu automatisieren, macht den Aufbau mehrerer Nebeneinkünfte möglich und schützt den Networker nebenbei gegen Verdienstausfälle oder Unregelmäßigkeiten, sollten diese bei einem seiner Partnerunternehmen auftreten.

Keine Unterstützung mehr für Kyäni-Partner

Aufgrund der Vertragskündigung von Kyäni Inc., die durch den Global Compliance Director Danilo Ventajar ausgesprochen wurde, kommen wir dem ausdrücklichen Wunsch des Unternehmens nach und stellen alle Aktivitäten hinsichtlich des Vertriebsaufbaus für Kyäni ein. In diesem Zusammenhang müssen wir alle Kyäni Landing Pages inkl. der Marketingleistungen für die 35 PDT Mitglieder, welche Kyäni-Partner sind, einstellen. Wir hoffen auf Verständnis, wünschen weiterhin viel Erfolg mit Kyäni und freuen uns auf neue Projekte.

An dieser Stelle auch alles Gute für das Unternehmen Kyäni Inc. und weiterhin erfolgreiche Geschäfte!

 

About Steven Rohner

Software Engineer & Marketing Architect

2 thoughts on “Kyäni kündigt seine Vertriebspartner

  1. Karsten
    6. April 2017 at 12:42

    Danke für diesen hilfreichen Tip. Ich hatte tatsächlich vor, mitzumachen. Doch heutzutage kann und darf man sich nicht mehr nur auf 1 Unternehmen verlassen. Zuviele verabschieden sich zu schnell.

    1. 6. April 2017 at 16:45

      Hallo Karsten,

      es ist nicht zu erwarten das sich Kyäni so schnell vom Markt verabschiedet. Ich schätze sie werden einen spürbaren Partnerschwund verzeichnen, der Umsatz wird zurückgehen und das Geschäft pendelt sich ohne großen Wachstum irgendwo ein. Mit Jeunesse und wahrscheinlich auch bald RAIN International hat Kyäni sehr interessante Nebenbuhler auf der MLM-Spielwiese.

      Dem Vertriebspartner mit straffen Verträgen zu diktieren was er darf, was er nicht darf und dann auch noch Ansprüche auf die Früchte seiner Arbeit zu stellen (generierte Kontaktdaten, Leads etc. gehören der Firma), ist nicht unbedingt förderlich um neue Vertriebspartner einzustellen.

      Übrigens ist Kyäni nicht allein mit dem Paragraphen der „absoluten Hingabe“ und Firmenloyalität in den Vertragsbedingungen. Ich weiß von einigen Networkern die aus diesem Grund bei ihrem zweiten Unternehmen den Namen der Frau, des Kindes oder eines Freundes verwenden. Vor allem beim Start neuer Networks bedient man sich gerne dieser Methode um sich rechtzeitig zu platzieren, aber von der Registrierung soll sonst noch niemand Wind bekommen… schon gar nicht die eigene Downline oder Branchenkollegen. Je bekannter der Networker, um so häufiger wird das praktiziert… schon allein um nicht namentlich in der Öffentlichkeit bzw. dem Internet genannt zu werden und unfreiwillig als Zugpferd für das neue Network zu dienen.

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