7 Tipps für Network-Marketing-Einsteiger

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Die letzten Jahre habe ich viel über Network Marketing gelernt, besonders dass man beim Einstieg in die Branche gerne von anderen Networkern mit gut gemeinten Ratschlägen und Informationen überschüttet wird. Viele sind von den eigenen Erfahrungen abgeleitet und passen meist nicht zur eigenen Arbeitsweise oder auf den eigenen Charakter. Während manche Networker sehr stark auf der Bühne und bei Live-Präsentationen vertreten sind, nutzen andere Networker ausschließlich Online-Webinare oder ganz klassisch das Telefon und den persönlichen Termin. Trotzdem gibt es ein paar wichtige Tipps, die man als MLM-Einsteiger beherzigen sollte.

 

1. Network Marketing ist ein Beruf!

Network Marketing ist ein eigenes Geschäft, ein Job und sollte auch so behandelt werden! Es kommen zwar viele Einsteiger im Network Marketing über die nebenberufliche Schiene, aber der MLM-Job sollte von Anfang an als ein vollwertiger Job angesehen werden. Damit sich das Gefühl der neuen Selbstständigkeit festigt, ist man gut beraten mit einer ordentlichen Geschäftsgründung. Die erwirtschafteten Gewinne müssen je nach Wohnort und Land sowieso versteuert werden.

 

2. Im Internet Kontakte generieren!

Die meisten Network-Firmen bieten heutzutage personalisierte Landing Pages für ihre Vertriebspartner an. Wenn der Partner-Link auf Visitenkarten und in Signaturen wie z.B. der Email-Signatur auftauchen soll, dann empfiehlt es sich eine eigene Domain zu registrieren. Das sieht professioneller aus, lässt sich besser kommunizieren und der Leser merkt sich die URL besser. Eine Domain inkl. Email-Service, ohne Webspace und spezielle Hosting-Services kostet ca. 12 Euro im Jahr.

Sollte das Network-Unternehmen der Wahl keine hochwertigen Landing Pages anbieten, empfiehlt es sich trotzdem eine eigene Domain zu registrieren. Zusätzliche sollte in dem Fall ein kleines Web-Paket hinzu gebucht werden um eine eigene Landing Page aufzusetzen. Einfach zu bedienende Landing Page Builder gibt es inzwischen viele auf dem Markt. Viele der Marketing-Tools sind sogar noch mit weiteren Online-Marketing-Tools ausgestattet, wie z.B. das PDT Elite Paket.

 

3. Ziele setzen und einem Plan folgen!

Es ist ganz wichtig sich schon beim Start seines Network-Geschäftes Ziele zu setzen. Diese können ganz unterschiedlich sein und sind teilweise auch abhängig von der Network-Firma, den Produkten, dem Business Plan und natürlich von der Zeit die man persönlich investieren kann und möchte. Hier ein paar Ziel-Beispiele:

  • jeden Tag 2 Personen persönlich ansprechen
  • jeden Tag 10 Menschen das Geschäft/die Produkte per Email vorstellen
  • in 30 Tagen 1.000 Euro verdienen
  • in 3 Monaten 100 Vertriebspartner gewinnen
  • in 12 Monaten 1 Million Euro verdienen

Alle genannten Ziele sind irgendwie erreichbar und wenn auch das eine oder andere Ziel etwas hoch gesteckt scheint, bleibt dass gesetzte Ziel doch Motivation für die tägliche Network-Arbeit. Wichtig für kleine und große Ziele, ist es einen Plan zu haben.

Basierend auf den obigen Zielen stellen sich zunächst folgende Fragen:

  • Wie und wo spreche ich jeden Tag 2 Personen an?
  • Wo finde ich jeden Tag 10 Menschen denen ich mein Geschäft oder Produkt per Email vorstellen kann?
  • Wie verdiene ich in 30 Tagen 1.000 Euro?
  • Wie gewinne ich in 3 Monaten 100 Partner?
  • Wie verdiene ich in 12 Monaten 1 Million Euro?

Um die vorherigen Fragen beantworten zu können bedarf es ein wenig Vorarbeit, die schlussendlich in einen Arbeitsplan mündet. Mit einem Plan der tägliche, wöchentliche und monatliche Tätigkeiten definiert, können die genannten Ziele erreicht werden.

 

 

Anregungen für die Antworten obiger Fragen:

2 Person pro Tag – Abhängig von dem Network-Unternehmen bzw. den Produkten, kommen unterschiedliche Zielgruppen in Frage, die in einem persönlichen Gespräch über das eigene MLM-Geschäft informiert werden. Zum Beispiel:

  • Kollegen, Nachbarn
  • Vereinsmitglieder, Freizeitpartner
  • Familie, Freunde, Bekannte
  • Menschen in Alltagssituationen (Bus und Bahn, beim Einkaufen, Schule, Kindergarten, auf der Straße)
  • Reisende im Urlaub, Urlaubsbekanntschaften

10 Emails am Tag – Online-Plattformen wie Facebook, Linkedin, Xing oder Neurs eignen sich hervorragend um neue Kontakte zu knüpfen und Geschäftspartner zu finden. Besonders Neurs ist auf diesen Zweck ausgerichtet.

1.000 Euro in 30 Tagen – Es können natürlich auch 2.000 Euro in 14 Tagen sein, oder ein anderer Betrag in einem beliebigen Zeitraum. Wichtig ist es, dass ein Ziel festgelegt wird. Der Businessplan der Network-Firma beinhaltet das Provisionsmodell und erklärt die verschiedenen Einkommensmöglichkeiten im Detail. Die meisten Networks haben eine Vielzahl an Situationen in ihrem Vertriebsmodell eingebaut, die eine Provisionszahlung erfolgen lassen. So gibt es z.B.

  • eine Provision, wenn ein neuer Vertriebspartner geworben wurde.
  • eine Provision, wenn ein Produkt/eine Dienstleistung verkauft wurde.
  • eine Provision, wenn der nächste Schritt in der Karriereleiter erreicht wurde.
  • eine Bonuszahlung, wenn bestimmte Ziele erreicht wurden (z.B. 100 Verkäufe am Tag oder 10 neue Partner in 1 Woche).
  • eine Provision, wenn ein Vertriebspartner in der Vertriebsstruktur den nächsten Schritt in der Karriereleiter erreicht hat.
  • eine Bonuszahlung, wenn der Eigenumsatz ein bestimmtes Volumen erreicht hat.

Davon abgesehen entwickelt sich das regelmäßige Gehalt eines Networkers für gewöhnlich nach oben, wenn die Vertriebsstruktur (Downline) stetig wächst und das Gesamtvolumen des Umsatzes im Team steigt. All diese Faktoren gilt es einzubeziehen, wenn man sich die Frage stellt: Was muss ich tun um 1.000 Euro in 30 Tagen zu verdienen?

100 Partner in 3 Monaten – Für dieses Ziel bedarf es zunächst einmal ein großes Durchhaltevermögen. Erfahrene Networker wissen darum, wie schwer es in den ersten 3 bis 6 Monaten sein kann überhaupt neue Partner für sein Geschäft zu gewinnen. Wie in jedem Beruf, jeder sportlichen Disziplin und bei dem Erlernen eines jeden Instruments lautet auch hier die Devise: Aller Anfang ist schwer!

Erfolgreiche Networker predigen nicht umsonst die Notwendigkeit der regelmäßigen Eigenmotivation. Es ist nicht schlimm von 100 Kontakten 99 Absagen zu erhalten und schon gar nicht ist es ein persönlicher Misserfolg. Viel mehr geht man durch die Schule des Network Marketing, erlernt Fähigkeiten im Vertriebswesen und Fachwissen im Bereich der zu vertreibenden Produkte/Dienstleistungen. Schreiben und lesen lernen, die ersten Fahrversuche auf dem Fahrrad und letztlich die Schulbank mit anschließender Berufsausbildung, alles war mit Misserfolgen gespickt und musste geübt werden. Warum sollte das hier anders sein?

Um 100 Partner in 3 Monaten im Vertriebsteam zu gewinnen muss man vielleicht

  • selbst 10.000 Menschen in 90 Tagen ansprechen, was ca. 111 Personen am Tag sind (z.B. mit aufwendigeren Marketingkampagnen)
  • im 3er-Team arbeiten und 10.000 Menschen in 90 Tagen ansprechen, was pro Kopf am Tag nur noch ca. 37 Menschen wären
  • 10.000 Menschen in 90 Tagen über Online-Marketingtechniken auf Landing Pages informieren und anschließend automatisch registrieren
  • über einen einfachen Provisionsplan verfügen und ein überzeugendes Produkt anbieten

1 Million Euro in 12 Monaten – Kombiniert man die obigen Ziele miteinander, rückt die erste Million näher als man denkt. Aus 100 Vertriebspartnern werden schnell 5.000 und aus 5.000 werden 30.000 in der gesamten Struktur.

Zusammengefasst bedeutet das:

  1. Ziele setzen
  2. Arbeitsplan erstellen (täglich, wöchentlich, monatlich)
  3. Durchhalten!

 

 

4. Den richtigen Sponsor wählen!

Für den Start in einem neuen Network-Unternehmen und als Network-Einsteiger ist es besonders wichtig schnelle und gute Unterstützung von seinem Sponsor zu erhalten. Anfängliche Fragen sind ganz normal und sollten schnellstmöglich beantwortet werden, denn all diese Fragen bekommt man mit Sicherheit selbst bald gestellt.

 

5. Werbung der alten Schule funktioniert noch immer!

Kleinanzeigen, Anzeigen in Tageszeitungen, Angebote am schwarzen Brett und Werbung in lokalen Verteilern funktionieren nach wie vor. Allerdings sollte man die totgesagten Medien mit etwas Kreativität beflügeln und keine simplen Texte mit Job-Angeboten ausrufen.

Beispiel: Ebay-Kleinanzeigen als Marketingkanal

 

5. Keep it simple!

Beim Start mit einem neuen Network Business ist man selbst verführt 100 Dinge gleichzeitig zu tun. Die Kunst ist es Arbeitsprozesse sehr einfach zu halten. Kein Network-Einsteiger benötigt in der ersten Woche eine aufwendige Webseite, oder spektakulär designte Flyer. Der Fokus sollte sein, den Business Plan zu verstehen und sich Fachwissen über das Angebot des Unternehmens anzueignen um anschließend möglichst viele Menschen kontaktieren zu können.

 

6. Das Produkt/die Dienstleistung selbst konsumieren!

Besonders wichtig als Networker ist es, von der Erfahrung mit dem Produkt/der Dienstleistung berichten zu können. Zudem lassen sich die Vorteile viel glaubwürdiger kommunizieren. Es gibt ein paar wenige Ausnahmen, aber prinzipiell sollte der Vertriebspartner sich mit dem Produkt identifizieren können und den Mehrwert aus eigener Erfahrung benennen können.

Auf der anderen Seite sollte sich jeder Network-Einsteiger vor dem Beginn der Vertriebspartnerschaft genau überlegen, ob dass Angebot des MLM-Unternehmens für ihn geeignet ist.

 

7. Sei ein guter Sponsor!

Nicht nur einen guten Sponsor zu haben ist wichtig, sondern ebenso ein guter Sponsor zu sein. Seine eingeschriebenen Partner zu unterstützen und zum Erfolg zu verhelfen bedeutet auch immer Erfolg für einen selbst. MLM-Strukturen entwickeln sich dort am besten, wo Networker leicht kopierbare und hilfreiche Network-Techniken angewandt haben. Für Network-Einsteiger ist man als Sponsor eine Art Leitfigur und es werden bestimmte Arbeitsweisen kopiert, ob man will oder nicht.

 

Nicht vergessen: Im Network Marketing wird selbstständig gearbeitet, aber nicht allein! Bei Fragen und Hilfebedarf sollte immer der Sponsor zur Hilfe stehen, im Zweifelsfall ein Vertriebspartner weiter oben in der Struktur (Upline).

 

 

Software Engineer & Marketing Architect

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Software Engineer & Marketing Architect

2 thoughts on “7 Tipps für Network-Marketing-Einsteiger

  1. 28. Dezember 2017 at 13:52

    Hallo Steven,

    sehr gute Tipps die Du aufzählst. Vor allem, das Du nicht das Bild stellst, das man in unserer Branche nichts tun muss und trotzdem Geld verdient. Danke dafür!!

    Eine Anregung hätte ich noch, das sollte auch jeder beim Start wissen. Definieren der Zielgruppe, ich finde das gehört gerade zur Grundlegenden Ausbildung!

    Wie gesagt toller Beitrag, Dir weiterhin viel Erfolg!!

    Sie gegrüßt Marcus!

    1. 14. Januar 2018 at 11:54

      Hallo Marcus,

      danke für deinen Kommentar!

      Da hast du einen wichtigen Tipp hinzugefügt! Die Zielgruppendefinition ist enorm wichtig.

      Viele Grüße,
      Steven

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