Cashback vs. Treuepunkte

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Mit Cashback bares Geld zurück erhalten.

Wer kennt sie nicht, die häufigen Fragen an der Kasse nach der Kundenkarte, dem Bonusheft oder nach dem Vorhandensein eines Punktekontos. Programme für die Kundenbindung haben sich seit ihrer Geburt sehr variantenreich entwickelt. Was mit dem Sammeln von Rabattmarken und gestempelten Treuekarten angefangen hat, ist inzwischen ein ausgeklügeltes Marketinginstrument welches weit über den Einzelhandel hinaus gespielt wird. Zudem werden mit heutigen Kundenbindungsprogrammen die Kunden schon lange nicht mehr nur motiviert in den Kreis der Stammkundschaft zu treten, sondern auch durchleuchtet um Kaufverhalten und andere absatzrelevante Informationen zu erhalten. Der Kunde verkauft sprichwörtlich seine persönlichen Daten an die Unternehmen, erhält dafür allerdings einen geldwerten Vorteil zurück.

Internet-Anschlüsse in fast jedem Haushalt und die Möglichkeiten des Online-Shoppings, wie auch die Verbreitung mobiler Internet-fähiger Endgeräte (Laptops, SmartPhones Tablets), hat die Techniken der Kundenbindung deutlich perfomanter gemacht. Die Datensammelwut der Unternehmen und die Hochverfügbarkeit von aktuellen Angebotsdaten, ermöglichen dem Kunde nicht nur den besten Preis zu ermitteln, sondern zwingt die Anbieter in eine schärfere Konkurrenzsituation. In den meisten Fällen wird der Kampf um den Kunde über den Preis ausgefochten, denn den Käufer interessiert neben dem Service-Angebot an erster Stelle wo er sein Produkt am günstigsten beziehen kann.

 

 

Was ist Cashback und wie funktioniert es?

Im Prinzip ist das Cashback-Verfahren sehr einfach aufgebaut. Das Wort selbst kommt aus der englischen Sprache und lässt sich übersetzen mit Bargeld zurück. Und genau das ist es: Der Kunde erhält bei jedem Einkauf ein Prozentsatz seines Warenwertes zurückerstattet. In manchen Fällen loben die Anbieter auch Festbeträge aus, die dann allerdings oft für ein spezielles Angebot/Produkt gelten.

Altbekannte Bonussysteme wie Happy Points, Payback oder auch die DeutschlandCard unterscheiden sich von den Cashback-Systemen in erster Linie bei der Kontoführung. Während die Bonussysteme ihren Kunden Credits, Punkte oder andere Werteinheiten gutschreiben, gibt es bei einem Cashback-Anbieter bares Geld. Das hat den großen Vorteil das man die Ersparnis bereits vor dem Kauf berechnen kann.

Cashback-Systeme im Internet sind ein unmittelbares Produkt des Affiliate Marketings. Affiliates mit Traffic-starken Webseiten haben damals begonnen kaufhausähnliche Portale ins Internet zu stellen, welche eine Fülle an Shops bzw. Produkten unter einer Adresse vereinten. Einen Teil der Provision, die der Affiliate von dem eigentlichen Shop-Betreiber erhält, gibt er an den Kunde weiter. Dieser Bruchteil der Affiliate-Provision wird Cashback genannt.

Heute gibt es im Internet weltweit dutzende Cashback Portale die gut bis sehr gut funktionieren. In Großbritanien bezahlt das 2005 gegründete Cashback-System Quidco mittlerweile 4 Millionen Kunden einen Cashback für ihren Einkauf und ist somit das größte Cashback-Portal des Landes. Lyoness zählt mit 6 Millionen Mitgliedern weltweit zu den größten Cashback Anbietern und ist in 50 Ländern vertreten.

 

Wie funktioniert das Cashback Modell?

Zuerst benötigen Sie ein Konto bei einem Cashback Anbieter. Die Anmeldung ist in wenigen Minuten abgeschlossen. Es gibt Cashback-Portale die sich auf bestimmte Branchen, Produkte oder Brands (Marken) spezialisiert haben, andere Portale gleichen großen Kaufhäusern und beherbergen nahezu jedes Produkt.

 

Cashback Animation

So funktioniert Cashback

Cashback im stetigen Wandel!

Mit den technischen Neuerungen und den Möglichkeiten im Internet haben sich die Anwendungsgebiete von Cashback-System rasant ausgebreitet. Manche Cashback-Plattformen bedienen nur ganz bestimmte Zielgruppen, wieder andere bauen auf Membership-Webeiten auf und gestatten nur ausgewählten Zielgruppen die Registrierung. Einige Cashback-Anbieter verlangen sogar eine Mitgliedspauschale für limitierte Cashback-Angebote und/oder exklusive Shop-Deals.

Einen großen Vorteil haben alle Cashback-Anbieter gemein, nämlich die geldgebundene Rückvergütung. Während klassische Kundenbindungsprogramme Treuepunkte an ihre Kunden verteilen, die üblicher Weise gegen Waren getauscht werden können, gibt es bei den Cashback-Anbietern bares Geld! Somit bleibt es dem Kunde überlassen wofür er sein Geld ausgibt bzw. erhält sein gewünschtes Produkt bereits zu einem unschlagbaren Vorteilspreis.

 

Auswahl einiger Cashback-Programme

  • BSW (Beamtenselbsthilfewerk)
  • Andasa
  • card4you
  • Qipu
  • iGraal
  • yingiz
  • YubyYu

Zum Vergleich: Die klassischen Bonusprogramme

  • Payback
  • DeutschlandCard
  • Webmiles

 

Anbieter Charity Cashback Programme

  • Gooding
  • Bildungsspender
  • gynny
  • Schulengel
  • Klubkasse

 

Sind Cashback-Systeme seriös?

Diese Frage lässt sich mit einem klaren Ja! Cashback ist ein absolut seriöses Geschäftsfeld. Einerseits spart der Kunde bei den Einkauf-Rückzahlungen. Und andererseits ist Affiliate Marketing, als Basis des gesamten Cashback Systems, ein anerkannter und seriöser Vertriebsweg. Alle großen Online-Shops und etablierten Marken sind inzwischen an verschiedene Cashback-Systeme angeschlossen.

 

 

About Steven Rohner

Software Engineer & Marketing Architect

4 thoughts on “Cashback vs. Treuepunkte

  1. Kurt Anders
    29. Juni 2016 at 15:32

    Bargeld zurück – das klingt ja noch besser als Cashback. 😉
    Für die Kundenbindung ist das ein Himmel voller Geigen oder?

  2. Oliver
    30. Juni 2016 at 13:04

    Mein erster Gedanke war „was, noch mehr Karten“? Aber den Sinn habe ich trotzdem nicht verstanden: warum bietet man seine Waren nicht einfach zu einen niedrigeren Preis an? Würden dann nicht auch mehr Leute kaufen?

  3. Harri
    29. November 2016 at 11:29

    Ich nutze link-o-mat, die haben eine praktische Erweiterung für den Browser, erinnert mich immer wo ich sparen kann.

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