AutoResponder-Systeme sterben

PDT Email Marketing

Zugegeben, der Titel ist sehr gewagt! Überall hört man die Marketing-Gurus und Marketing-Experten verlauten, die Optin-Liste oder Email-Liste bzw. die Kontaktliste sei das Kapital einer jeden Unternehmung. Das PurpleDropTeam selbst betreibt ein eigenes AutoResponder-/FollowUp-System mit dutzenden Email-Marketingkampagnen und Listen unterschiedlichster Themen, Zielgruppen und Branchen. Networker, Webmaster, Affiliates, Shop-Betreiber und allen voran Online-Marketer verwenden Optin-Formulare und Landing Pages für die Generierung von Leads.

Dabei wird mit unterschiedlichsten Techniken gearbeitet. Vom schlichten Newsletter-Anmeldeformular, bis hin zu zeitlich beschränkten Angeboten oder Counter reglementierten Optin-Formularen, für den Name und die Email-Adresse, ist alles geboten.

Gerne wurden in der Vergangenheit von Online-Marketern Ebooks oder andere Downloads kostenlos zur Verfügung gestellt, um später in Email-Serien andere Produkte/Dienstleistungen zu bewerben und Back-End-Sales oder Up-Sales zu generieren. Networker hingegen verschenken mit Vorliebe Ebooks mit branchenrelevanten Informationen. Manche davon haben Coaching-Charakter und sind hilfreich, andere wieder landen wie eine aufgewärmte Suppe im Email-Postfach und beinhalten 100fach gelesene Tschakka-Parolen der Network Marketing Industrie.

Unterm Strich ist das alles in Ordnung, so lange sich auch für den Email-Empfänger ein Mehrwert erkennen lässt. Problematisch wird es für den Empfänger wenn die FollowUp-Kampagnen auf lange Zeit angelegt sind. Die meisten Internet-Nutzer die empfänglich für Optin-Formulare sind, geben Ihre Daten nicht nur auf einer Lading Page preis. Statistische Auswertungen bei PurpleDropTeam.com haben ergeben, dass Menschen die im Internet auf der Suche nach einer Geschäftsmöglichkeit sind, gerade zu einen Anmelde-Marathon zurücklegen. Überall möchte man dabei sein und nichts will man verpassen. Zudem heißt es sowieso auf jeder Seite es handle sich um eine einmalige, noch nie da gewesene Geschäftsmöglichkeit. Natürlich, was denn sonst.

Bei lang angelegten Email-Serien bekommt man also gut und gerne 10 bis 40 Emails in der Woche, die einem fortwährend das bombastische Network, Business oder Produkt schmackhaft machen wollen. Vollkommen überfordert werden Mails dann schon gar nicht mehr gelesen und gelöscht. Die Bereitschaft für neue Anmeldungen geht rapide zurück und eine Optin-Resignation macht sich breit, denn nüchtern betrachtet haben diese ganzen Anmeldungen unterm Strich nichts gebracht außer ein volles Postfach.

Die Frage ist also wie Networker, Webmaster und Online-Marketer in Zukunft ihre Angebote und Geschäftsmöglichkeiten präsentieren ohne dabei mit aller Gewalt den Namen und die Email-Adresse ihrer wertvollen Interessenten in ein AutoResponder-System zu knüppeln. Passend zu dem Thema habe ich heute eine Umfrage bei Xing gestartet, weil auch dort immer mehr Nachrichten an Mitglieder verschickt werden, ohne auf die Person oder das Profil einzugehen. Jeder möchte einen Stich machen, etwas „verschenken“ oder ein sagenhaftes Angebot unterbreiten. Offen gestanden dringen die meisten Nachrichten bei Xing schon überhaupt nicht mehr zu mir durch, von den Event-Einladungen mal ganz abgesehen.

 

About Steven Rohner

Software Engineer & Marketing Architect

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